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Unser Sternenkind





Du bist unser fernes geliebtes Sternenkind,
gekommen und gegangen wie ein Blatt im Wind.
Fünf Jahre lang haben wir auf ein Kind gewartet,
dass es mit uns gemeinsam ins Leben startet.
Endlich hat uns Gott oder das Schicksal erhört
und hat mir eine Schwangerschaft beschert.

Nach sieben Monaten wolltest Du raus,
aus Mutters  viel zu engem, dunklem Bauch.
Aber das Licht der Welt hast Du nicht erblickt,
bei der Geburt bist Du ganz einfach erstickt.

Du warst ein Junge, von uns Boris genannt,
wir waren auf Dich so richtig gespannt.
Leider war das grausame Schicksal dagegen,
Elternglück wurde uns nicht gegeben.
Wir durften nicht in Deine Augen blicken,
 Dich nicht zärtlich und glücklich an uns drücken.

Wir wollten Dir unendlich viel Liebe geben,
Dich begleiten durch Dein zukünftiges Leben.
Wir wollten Dir die wunderschöne Welt zeigen,
mit Dir Höhen und Tiefen durchschreiten,
mit Dir weinen und mit Dir lachen
und viele interessante Dinge machen.
Wir wollten Dir vom Himmel holen die Sterne
und mit Dir jeden Tag etwas Neues lernen.

Du wärst jetzt schon vierzig Jahre alt,
unsere Hände werden langsam kalt.
Wer wird uns im hohen Alter begleiten,
uns auf das kommende Ende vorbereiten?

Wir werden Dich bis zu unseren letzten Tagen
immer im Gedächtnis und im  Herzen tragen.
Du bist unser geliebtes, unvergessenes Sternenkind,
schwebst durch den Kosmos wie ein Vogel  im Wind.

Hannelore Knödler-Stojanovic,  Ludwigsburg
Foto: Hanni

Gelesen: 40   
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AUTOR:

Ich heiße Hannelore, genannt Hanni, bin 75 Jahre 'jung', verheiratet und wohne im schönen Ludwigsburg. Meine Hobbys: malen, klassische Musik, lesen, fotografieren, Natur, Tiere, Blumen und natürlich dichten. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch, mich interessieren viele aktuelle Themen und alles, was so auf der Welt passiert. Meine Gedichte sollen zum Nachdenken anregen.


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2 KOMMENTARE



06. Mai 2018 @ 11:23

Liebe Ingrid, danke für Deinen einfühlsamen Kommentar. Du kannst das am besten nachempfinden, weil Du genau das gleiche schlimme Drama erlebt hast. Was für ein Zufall, ein Jahr später mit ganz ähnlichem Verlauf. Man braucht sehr lange, um damit seinen Frieden zu schließen. Viele liebe Grüße Hanni



04. Mai 2018 @ 18:43

Liebe Hanni, Deine zu Herzen gehende Geschichte gleicht meiner sehr. Mein Junge war auch 7 Monate bei mir und ist 1979 tot geboren worden.
Auch ich denke an jedem Jahrestag an ihn.

Wir hatten schon mal Parallelen.
Liebe Grüße Ingrid



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