Gedichte Träume & Gedanken



Kristallklar



Kristallklar

 

Vierhundert Meilen...Schätzungsweise.

Das ist im Ganzen erstmal viel.

Verkürzen ließe sich die Reise

nicht ohne uns und erst am Ziel.

Doch wir sind nun mal da...

 

Weit draußen.

Wenn sich der eine dorthin setzt,

sitzt auch der andere schon da:

weit auseinander – doch vernetzt,

greifen wir zum smarten Phon

und sind uns, wie in Heimkehr, nah.

 

Fünfhundert Meter hoch gelegen -

da gehn wir zueinander hin;

immer zu zweit auf Sonnenwegen,

mit manchem Unfug auch im Sinn.

 

Ganz obenauf, in ebner Höhe,

hör ich dich dann kristallklangklar;

erspüre dich in nächster Nähe,

wo mehr, als deine Stimme war.

Schon klar, dass ich verschroben bin.

 

Der Raps: wie Gold, in voller Blüte.

Der Löwenzahn verreiste,

als Pusteblume zum Gestüte.

Am Heuschober sank hin, das meiste,

der aufwirbelnden Fallschirm-Herde.

 

Die anderen drängten zu dir,

ließen sich wippend um dich nieder.

Wie still es plötzlich war im WIR,

bei aller Wehmut, hin – und wieder,

auf unser beider warmen Erde.

 

 

Worte: © Ralph Bruse

Grafik: open cliparts

 

https://dichterstube.jimdofree.com

Gelesen: 95   
Autoren denen dieses Gedicht gefällt:

Teilen ausdrücklich erwünscht!

AUTOR:


Auch der tiefste und dunkelste Wald
führt irgendwann zur Lichtung.

© Ralph Bruse


ÄHNLICHE GEDICHTE





5 KOMMENTARE



22. Juni 2024 @ 19:23

Wenn ich es möchte, kann ein Smartphone meine Eindrücke und Empfindungen über weite Entfernungen tragen, lieber Ralph, und den Augenblick mit dem anderen teilen. LG Helga


22. Juni 2024 @ 19:41

...und so aus Ferne Nähe werden lassen - sehe ich genauso, Helga.
Ich danke Dir.

Grüße von Ralph


22. Juni 2024 @ 15:58

danke fürs Reinlesen - und daß es Dir gefällt, Gudrun.


21. Juni 2024 @ 18:11

Mein Freund, du lebst in der Pfalz... und ich zwischen zwei Meeren.
Du hast Hügel und ich stehe im flachen Land wenn wir telefonieren.
Ich glaube, das ist der Funke, der schon lange übergesprungen ist.
Danke für dein klasse Gedicht.
Deine Chrissi.



21. Juni 2024 @ 20:35

...der Ort, an dem wir miteinander sprechen, ist immer da, wo WIR sind, Chrissi...In uns. Denke ich
einfach mal so.
Ich danke Dir für die Inspiration - und dafür, daß es uns beide gibt.

Dein Ralph



SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

mind. 20 Zeichen

Login

Noch keinen Account? Melde Dich hier an!
Passwort vergessen?

Meist Gelesene Gedichte

2729+
Das Versprechen

1465+
Frühling

1122+
Für eine schöne Frau

857+
Grünkohl

852+
Nachbars Kirschen

625+
Wir Kinder vom Hof

567+
FRAG MICH NICHT

525+
Zwei glückliche Marienkä...

484+
Der kleine Teppichklopfer

475+
Winter


- Gedichte Monat

4+
Vom Einzeller zum Menschen

4+
Schwarze Gedanken

4+
E I N S A M K E I T

4+
Der alte Mann im Frühling

4+
Der Alptraum

3+
Fernweh

2+
Über den Hund

2+
Für einen Moment

2+
Noch einmal zwanzig sein.....

2+
Sei wie du bist


- Gedichte Jahr

2+
Love Me Tender

2+
MORGENDÄMMERUNG

1+
Der Traum vom Leben

1+
Veränderung

1+
Seine Stimme...

1+
Die rote Kappe


Neusten Kommentare

bei "Es wehen Blütenblätter"

bei "Unerreichbar"

bei "Es wehen Blütenblätter"

bei "Der kommt nicht in den Hi"...

bei "Es wehen Blütenblätter"

bei "Schmerz"

bei "Schmerz"

bei "Schmerz"


Herzlich Willkommen!











Zufallsgedichte




Leben Laune Hühner Lebensweg Künstler Lachen Kühe Kritik Krebs Landleben Land Küsse Länge Küste Laub Lärm Landwirt Lerche Kumpel Körper Lenz Kreativität Lesen Labskaus Lebensreise Kröte Krieg Kummer Lebenssturm Krimi Lebensjahre Kunst Lebensfreude Kuss Leidenschaft Krippe Krank Leuchtturm Leid Kreislauf