
Ihr Mann kämpft noch im Krieg,
sie suchte Schutz in unserem Land.
Ihre Kinder sahen ängstlich aus,
man reichte ihnen gleich die Hand.
Unsere Freunde haben sich angeboten,
und der Familie ein Zuhaus´ gegeben.
Sie halfen ihr bei Behördengängen,
bei ihrem Start ins "neue Leben".
Die junge Mutter spricht jetzt Deutsch,
hat viel gelernt in den zwei Jahren.
Wie man an finanzielle Mittel kommt,
hat sie inzwischen auch erfahren.
"Wie geht es euren Ukrainern?",
habe ich gestern nachgefragt.
„Die bleiben wohl für immer hier“
hat meine Freundin mir gesagt.
„Betreut sie noch eure Kinder?
Kommst du mit der Frau gut aus?
Ihr Beide habt ihr viel geholfen…
Hilft sie dir auch mal im Haus?“
„Sie hat inzwischen einen Job,
und ist kaum noch zu Hause.
Gestern kam sie mir entgegen…“
Plötzlich machte sie eine Pause.
"Ich habe sie fast nicht erkannt,
und konnte es kaum fassen.
Sie hat sich, von einem Schönheitschirurgen,
die Lippen aufspritzen lassen."
Ich traute meinen Ohren nicht,
habe ich mich gerad´ verhört?
„Hat sie denn keine anderen Sorgen?,“
fragte ich sie verstört.
( Tatsächlich wahr...)